Erleichterung über 3 Punkte in Hannover

Hertha BSC gewinnt gegen Hannover 96 mit 0:2 und nimmt 3 wichtige Punkte nach Berlin mit.Und ich bin einfach nur erleichtert.

Nach den Niederlagen gegen Düsseldorf und Leipzig war der erkämpfte Punkt gegen Hoffenheim zwar ehrenwert, aber insbesondere die Abwehr konnte in diesen Spielen nicht überzeugen.

Dardai reagierte also, Selke und Torunarigha kamen für Duda und Luckassen. Eine durchaus mutige Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Torunarigha gegen Düsseldorf wirklich ein schlechtes Spiel machte und nach seiner Verletzungspause insgesamt auch noch nicht richtig überzeugen konnte. Mit 2 Stürmern gegen Hannover anzutreten ist jedenfalls mal ein Zeichen, hätte ich mir so schon gegen Düsseldorf gewünscht. Und der Spielerwechsel in der Startformation ging richtig gut auf.

Torunarigha setzt ein Zeichen

Jordan Torunarigha köpfte nicht nur zum 0:1 ein, er bereitete das 0:2 durch Ibisevic auch mit einer mustergültigen Flanke vor. In der Abwehr machte er eine ordentliche Partie, immerhin war das für die Hertha mal wieder ein Spiel ohne Gegentor. Das Duo Lustenberger / Luckassen wirkte zuletzt noch deutlich unsicherer. Mit der bisher gezeigten Leistung hat Derrick Luckassen in der Startelf jedenfalls nichts zu suchen. Wie man (im positiven Sinne) für sich ein Zeichen setzen kann, hat Jordan jedenfalls mustergültig gezeigt.

Zähe erste Halbzeit

Bei aller Freude über den Sieg soll nicht verschwiegen werden, dass es eine zähe erste Halbzeit war (kein Vergleich zum Gladbach-Spiel) und Hertha danach viele Konterchancen leichtfertig vergab. Das Spiel war mitunter von Fehlpässen beider Mannschaften geprägt. Aber ich will nicht mosern, der Sieg war für Fans und Stimmung enorm wichtig.

Mannschaft der Stunde aus Frankfurt

Nächsten Samstag kommt Eintracht Frankfurt in das Berliner Olympiastadion. Die Hessen kommen mit viel Selbstvertrauen nach Berlin, für mich sind sie die Mannschaft der Stunde. Der Sieg gegen Marseille setzte jedenfalls mal wieder ein echtes Ausrufezeichen. Haller und Jovic haben zusammen 22  Tore erzielt und stehen auf den Plätzen zwei und drei der Torjägerliste. Die Partie wird für die Berliner Abwehr eine Reifeprüfung werden, wenn man den Anschluss an das obere Tabellendrittel halten möchte.

Ich erwarte eine schwierige Partie für die Hertha und ein unterhaltsames Spiel mit vielen Toren. Ein Spiel bei dem ich gerne Rekik im Team hätte, damit ich mich wohler fühle, aber das geht halt nicht. Oder bin ich nur zu ängstlich? Ich bleibe dabei, wird eine richtig schwere Partie gegen die Riederwälder.

Bewegte Zeiten bei Hertha (4)

Hertha erkämpft Punkt gegen Hoffenheim, die Geschäftsführung kämpft mit guter Kommunikation

Große Diskussionsrunde beim Exilherthaner Podcast. Vier Exilherthaner an einem Tisch und es gibt viel zu besprechen.

Wir ärgern uns noch über das Spiel in Düsseldorf, sind aber angetan vom Kampfgeist gegen Hoffenheim.

Wir wundern uns, dass bei Hertha BSC das Thema Digitalisierung weiterhin so schlecht kommuniziert wird. Und wir freuen uns, dass Sophie in der männerdominierten Hertha-Podcast-Welt mal ein Zeichen setzt. Ties, Dennis und Brehmchen machen die Runde der hessischen Exilherthaner komplett.

Im Gespräch mit der Fanbetreuung (3)

Donato Melillo spricht über Tickets, die Fanzüge, Reisen und Exilherthaner

Was als Beitrag zum Thema Fanreisen für die neue Folge geplant war, hat sich dynamisch zur eigenständigen Folge gemausert.

Donato Melillo von der Fanbetreuung von Hertha BSC stand Rede und Antwort, um mit uns Reisemöglichkeiten zu den Spielen mit Bahn, Bus und Auto zu erörtern.

Wir sprechen über den Ticketversand in das Ausland und die Probleme, die damit zusammenhängen können. Wir überlegen, ob eine Art Hauptportal für Kontakte zu Exilherthanern eine Option wäre, um schneller und einfacher Kontakte unter Fans zu ermöglichen.

Herthas Phlegma gegen scheinbar kleine Vereine

Die Niederlage gegen Düsseldorf war in mehrfacher Hinsicht schmerzhaft. Die Düsseldorfer haben in den ersten 10 Spielen der aktuellen Bundesligasaison kein gutes Bild abgegeben und stehen nicht ohne Grund auf einem Abstiegsplatz. Als Herthafan reiste man also mit breiter Brust an den Rhein. Die drei Punkte schienen fast eine sichere Beute für die Hauptstadt zu sein. Und nach dem Relegationsspiel 2012 ist der Club aus Düsseldorf in Berlin nicht besonders beliebt, da freut man sich über einen Sieg um so mehr.

Doch leider überkam Hertha BSC mal wieder das Phlegma der Vorsaison. Gegen die großen Clubs spielt man engagiert und oft auch überraschend erfolgreich, gegen die scheinbar kleinen Clubs wirkt das Team oftmals wie ausgewechselt. Als Fan steht man diesem Phänomen ziemlich ratlos gegenüber.

Gegen Gladbach (Tabellenzweiter) gab es einen herausragenden 4:2 Heimsieg. Gegen die Bayern fuhr die Hertha erstmals seit 2009 einen Heimsieg ein und gewann 2:0. Dabei überzeugte die Berliner Hertha nicht nur spielerisch, auch der Einsatz gegen die Bayern war wirklich vorbildlich. Selbst aus dem Rückstand in Dortmund konnte man noch ein 2:2 machen.

Und das gleiche Team verliert dann gegen Düsseldorf 4:1, kann gegen Freiburg nicht gewinnen und spielt 0:0 in Mainz. Schwer zu verstehen und ärgerlich. Insbesondere dann, wenn der Einsatz nicht zu stimmen scheint.

Ich habe schon wiederholt bei einigen Foren gelesen, dass Hertha mit Rückständen oder Gegentoren nicht umgehen kann. Diesen Eindruck teile ich nicht, denn schon gegen Wolfsburg und Dortmund hat man trotz Rückstands nicht verloren. Und auch gegen Gladbach störte der zwischenzeitliche Führungstreffer der Gladbacher nicht. Das reicht für mich als Ursache also nicht.

Man mag in einzelnen Spielen taktische Details finden können, die dem Team nicht halfen, aber auch das würde das unmotivierte Auftreten der Mannschaft nicht ausreichend begründen.

Gegen Düsseldorf waren dann tatsächlich mit Torunarigha und Luckassen 2 Spieler ziemlich indisponiert. Aber auch dies erklärt die merkwürdige Hertha-Serie nicht wirklich.

Für mich haben zu viele Herthaspieler offenbar ein Einstellungsproblem, wenn es nicht gegen die großen Clubs und Namen geht. Kopfsache, um es auf den Punkt zu kriegen. Oder wie es Uwe Bremer von der Berliner Morgenpost titelte: Hertha braucht wieder mehr Gier.

Und da sehe ich Trainer, Trainerstab und Mannschaft in der Pflicht, dass man genau hier ansetzt. Eine gangbare Maßnahme wäre m.E., dass Dardai im nächsten Spiel auf Darida verzichtet und den emsigen Schelle wieder mal in die Startelf bringt. Kämpferherz hat der Junge. Auch Selke hat gezeigt, dass man gegen Düsseldorf extrem motiviert spielen kann. Er gehörte zu den wenigen Spielern, denen man die Motivation förmlich ansehen konnte. Dardai hat da m.E. ordentlich was zu tun in den nächsten 2 Wochen.

Im Gegensatz zu so manch anderem Kommentar bin ich übrigens keinesfalls der Meinung, dass die letzten Spiele den Trainer in Frage stellen. Verärgert bin ich auch, aber ich bin auch froh, dass so ein Vollblut-Herthaner bei uns Trainer ist. Hertha hat den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte gehabt und nach 3 Wochen ist plötzlich alles schlecht? Man steht auf Platz 8 der Tabelle, soll das ein Problem sein? Das kann es doch wirklich nicht sein. In Hamburg haben sie bei jeder Gelegenheit den Trainer entlassen und man sieht ja, wo die jetzt stehen. Gegen Hoffenheim will ich jetzt aber auch mal wieder ein besserer Spiel sehen. Naja, wünscht sich im Moment  wohl jeder Herthafan.

Der Podcast für Herthafans innerhalb und außerhalb Berlins.